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Zu den häufigsten Sportarten, die betrieben werden, zählt Fußball. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Sportart die Ursache der meisten Verletzungen darstellt. Neben Blessuren sind es hauptsächlich die Sprunggelenke und die Knie, die in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wird geradezu immer wieder auf diese Art der Verletzungen gelenkt. Durch diese Problematik müssen nicht selten Profispieler ihre Karriere frühzeitig beenden. Lange Rehabilitationsphasen und die unausweichlichen Operationen erlauben wenig Spielraum, um andere Entscheidungen zu treffen. Die häufigste Ursache solcher Verletzungen ist der Zweikampf. Auch Platz- oder Bodenverhältnisse sowie unzureichende Aufwärmung gelten als weitere Ursachen. Es ist üblich, dass verletzte Sportler ungeduldig werden. In den meisten Fällen beginnen sie verfrüht mit erneuter sportlicher Aktivität. Das führt dazu, dass die ursprüngliche Verletzung nicht heilen kann und erneut belastet wird. Ganz egal, wie wichtig und entscheidend ein Spiel auch sein mag, steht die Gesundheit eines Sportlers immer im Vordergrund.
Da die Schürf- und Platzwunden beinahe an der Tagesordnung stehen ist eine Tetanusimpfung unausweichlich.
Unzureichende Kenntnisse in der Erstversorgung können die Verletzungen unter Umständen gar verschlimmern. Ist die Art der Verletzung nicht erkennbar und der Sportler hat sein Bewusstsein verloren, ist die stabile Seitenlage anzuwenden und sofort ein Arzt zu rufen.
Die folgende Tabelle kann als hilfreiche Informationsquelle dienen, wobei sie niemals einen Arzt ersetzen kann. Deshalb sollte ärztlicher Rat immer eingeholt werden.
| Verletzung | Symptome | Erste Hilfe | Pause | Vorsorge |
| Prellung | Druckempfindlich und blaue Flecken | kühlen und hochlegen | bis 5 Tage | Nicht möglich |
| Verstauchung | Schmerzen und Schwellung, Belastung unmöglich, Hitzegefühl und Hautverfärbung | Hochlegen, kühlen und Druckverband | bis 5 Tage | Muskelaufbautraining |
| Muskelriss | Schmerzen und Bluterguss, Dellen | Druckverband und kühlen | 70 Tage | Muskeltraining, Dehnübungen |
| Muskelfaserriss | Stichartige Schmerzen | Druckverband und kühlen | 35 Tage | Tape Verband und Stretching |
| Bänderriss | Heftige Schmerzen und Schwellung, Belastung unmöglich, Hitzegefühl und Hautverfärbung | Hochlegen, kühlen und Druckverband | 42 Tage | Muskelaufbautraining, Tape Verband, Stützschiene |
| Achillessehnenriss | Schmerzen bei Bewegung und Belastung | Kühlen und Ruhigstellung | 84 Tage | Muskelaufbautraining, Dehnübungen |
| Kälte | Verletzte Stellen mit Eis oder kaltem Wasser (kalte Umschläge) kühlen. Damit wird ein weiteres Anschwellen des Körperteils verhindert. |
| Hochlagern | Der verletzte Körperteil sollte höher liegen als das Herz, damit die Blutung vermindert werden kann. Dies gilt übrigens auch bei Kreislaufversagen (niedriger Blutdruck). Bei Ohnmacht sollten sofort die Beine hochgestellt werden. |
| Ruhigstellen | Wie in allen Erste-Hilfe-Kursen erlernbar, sollte der verletze Körperteil nicht unnötig belastet und bewegt werden. |
| Kompression | Gerade bei starken Blutungen dringend anzuwenden. Die Kompression sollte möglichst fest angelegt werden, um Blutverluste zu vermeiden. |
Erste Hilfe Ausrüstung für Sport
In einer Erste-Hilfe-Ausrüstung für Sport sollten folgende Utensilien nicht fehlen:
Was ist ein Bandscheibenvorfall?
Die meisten Bandscheibenvorfälle treten an der Lendenwirbelsäule
zwischen dem 30 und 50 Lebensjahr auf. Der weiche Gallertkern der Bandscheibe,
der wie ein Puffer zwischen den Wirbelkörpern liegt, verrutscht ständig
und drückt gegen die Nerven. Manche Vorfälle bleiben unbemerkt und
andere dagegen sind mit starken Schmerzen verbunden. Auch Lähmungserscheinungen
sind keine Seltenheit.
Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?
Ein Bandscheibenvorfall entsteht sowohl durch eine Altersbedingte als auch
eine Belastungsbedingte Schwäche des Bindegeweberings. Die meisten Ursachen
für Bandscheibenvorfälle sind Übergewicht, das falsche Heben
von schweren Gegenständen, Schwangerschaft oder auch angeborenes Bindegewebsschwäche.
Selten können auch schwere Unfälle zu Bandscheibenvorfällen
führen.
Die Anzeichen und Symptome bei einem Bandscheibenvorfall
Bei Druck gegen ein Nervenwurzel sind die Folgen intensive Schmerzen in einem
Arm oder Bein, meist verbunden mit Gefühlsstörungen wie Kribbelgefühl
oder Taubheit. Bei ausstrahlenden Schmerzen vom Kreuz bis in das Bein ist
meist der Ischiasnerv betroffen. Der Ischiasnerv ist der dickste Nerv des
Körpers und setzt sich aus den Nervenwurzeln der unteren Lendenwirbelsäule
zusammen. Der Druck auf eine oder mehrere seiner Nervenwurzeln zieht die Beschwerden
typischerweise vom Gesäß bis zur Beinrückseite.
" Bei Druck gegen das Rückenmark können neben den obigen Beschwerden
auch eine zunehmende Schwäche der Arme oder Beine auftreten. Auch eine
Blasenschwäche die von einer Taubheit im Anal- und Genitalbereich begleitet
werden können auftreten. Bei dem letzteren ist eine umgehende ärztliche
Abklärung notwendig.
Die Behandlung und die Weiterbehandlung von
Bandscheibe
Bandscheibenvorfälle bei der eine Lähmung und eine Blasenstörung
ausgeschlossen sind, können ohne operative Eingriffe behandelt werden.
Die Behandlung setzt sich aus Schmerzmittel, Bettruhe und Wärmebehandlung
zusammen. Nach abklingen der ersten Schmerzen wird eine Physiotherapie verordnet.
Dabei wird in der Rückenschule die Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert
und gestärkt. Die Behandlung kann bis zu drei Monaten dauern.
Jegliche Art von Lähmungen ist sehr ernst zu nehmen. Auch bereits vorhandene Lähmungen können zunehmen und die Allgemeinsituation verschlimmern. Bei Lähmungen ist eine Operation nicht ausgeschlossen. Eine Computer-Tomographie (CT) oder eine Kernspin-Tomographie (MRT) verschafft eine präzise Diagnose. Die Behandlung und ob eine Operation notwendig ist wird der verantwortliche Arzt entscheiden.
Treten Komplikationen auf?
Die Risiken der Operation bestehen in einer Schädigung von Nerven- und
Gefäßen, einer Entzündung im Operationsgebiet und der Entwicklung
einer Instabilität. Diese können dafür verantwortlich sein,
dass es dem Patienten nach der Operation schlechter geht als vorher.
Was ist der Meniskus?
Der Meniskus Ist ein halbmondförmiges, knorpeliges Gebilde. In jedem
Kniegelenk befindet sich innen und außen jeweils ein Meniskus. Die Menisken
stabilisieren das Gelenk und haben die Aufgabe die Last zu übertragen
und zu verteilen. Außerdem ernähren sie den Gelenkknorpel.
Wie entsteht eine Meniskus Verletzung?
In Kombination von Druckbelastung und Drehbewegung entstehen Meniskusverletzungen.
Sehr viele Meniskusverletzungen entstehen allerdings durch Verschleißerkrankungen.
Die Anzeichen einer Verletzung und wie sie
festgestellt werden.
Die Anzeichen sind meist neben Schmerzen auch ein Knacken oder eine mechanische
Blockade. Eine Schwellung oder Gelenkerguss sowie das Gefühl der Instabilität
sind weitere Zeichen einer Meniskusverletzung. Ob der Meniskus gerissen ist
kann ein Arzt mit der Kernspintomographie (NMR) oder einer Kniespiegelung
(Arthroskopie) feststellen.
Die Behandlung und die Weiterbehandlung von
Meniskusverletzungen.
Meniskusverletzungen müssen fast immer operativ behandelt werden. Dabei
gibt es zwei Möglichkeiten der Behandlung. Zum einen ist es die Teilentfernung
und zum anderen die Naht. Welche Möglichkeit in Frage kommt hängt
von der Art der Verletzung, die Sportlichkeit und vom Alter des Patienten
ab.
Bei der Weiterbehandlung werden die Muskeln und Gelenke mittels krankengymnastischen
Übungen trainiert. Insbesondere nach einer Meniskusnaht ist es besonders
wichtig, zu starke Belastungen zu vermeiden. Mit speziellen Gelenkschienen
lässt sich das Ausmaß der Bewegungen einstellen. Auch Elektrotherapien
und manuelle Techniken sowie Koordinationsübungen sind Weiterbehandlungsmethoden.
Treten Komplikationen nach der Behandlung
auf?
Wenn größere Teile des Meniskus entfernt wurden dann besteht das
Risiko eines frühzeitigen Gelenkverschleißes (Arthrose). Bei Meniskusnaht
dagegen sehen die Langezeitergebnisse ausgezeichnet aus. Die Meniskusnähte
werden in kurzer Zeit vom Körper sehr gut und verträglich aufgenommen.
Bis zur vollständigen Abheilen benötigen Frakturen mindestens 4 bis 6 Wochen. Die Wiederaufnahme der sportlichen Betätigung ist jedoch erst nach 8 - 14 Wochen möglich. Bei derart langen Heilungsprozessen sollte ein begleitendes Muskeltraining in Form von Isometrischen Übungen möglichst frühzeitig eingesetzt werden. Die Schmerzgrenze muss unbedingt eingehalten werden. Bei Frakturen der Beine wirken Gehübungen am Stock oder im Gehwagen wirksam vor. Sind die Beine nicht betroffen, so kann man Hometrainer fahren, dass ein gutes Mittel zum Erhalt der allgemeinen Konditionen ist.
Zum Thema Muskelzerrung sind zurzeit 2 Definitionen im Gespräch. Die Neue Definition besagt, dass bei einer Zerrung keine Muskelfasern zerrissen sind, sondern nur in ihrem Gefüge untereinander gelockert sind. Nach dieser Definition treten die Schmerzen schleichend und großflächig auf. Nach der Alten Definition handelt es sich bei einer Zerrung um die Zerreißung von einigen wenigen Muskelfasern, eventuell mit leichter Blutung und flache Eindellung unter der Haut.
| Symptome | Plötzlich stechender Schmerz, Belastung ist nicht mehr möglich |
Behandlung
Aufnahme von leichten Belastungsübungen bis zur Schmerzgrenze, wobei die Schmerzgrenze unbedingt eingehalten werden sollte. Eine Wiederaufnahme des Trainings ist erst dann wieder möglich, wenn die aktive Belastung Schmerzfrei verläuft. Eine verfrühte Wiederaufnahme der Sportbetätigung wird unweigerlich zu Rückfällen führen und wird sich gegebenenfalls verschlimmern (Faserriss).
Eine Prellung entsteht durch stumpfe und plötzliche Gewalteinwirkung auf die Körperoberfläche (Tritt, Stoss, Aufprall auf den Gegner usw.). Bei einer Prellung kommt es zu einer Zerstörung von Gewebe, ohne das die darüber liegende Haut verletz wird. Durch die Zerreißung von Blutgefäßen kommt es zu einer mehr oder weniger starken Blutung in dem verletzten Gewebe. Besonders schmerzhaft sind Prellungen im Bereich des Pferdekuss, da diese straffe Sehnenplatte dem Druck des Hämatoms nicht nachgibt. Als besondere Form kennen wir die Gelenkprellung, bei der als Komplikationen eine Blutung ins Gelenkinnere eintreten kann. Diese Prellung ist sehr schmerzhaft und bedarf häufig einer sehr langwierigen Behandlung mit Punktion des Gelenkes.
Behandlung
Bei Behandlung der Prellung steht die rasche Stillung der Blutung im Vordergrund. Die beste Möglichkeit hierzu bietet die Behandlung mit Kälte und Kompressionsverband. Der Kältekompressionsverband wird nach ca. 10 Minuten durch einen Salbenkompressionsverband ersetzt. Diese Behandlung kann nach entsprechender Einweisung vom Verletzen selbst wiederholt werden. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist, dass der Kältekompressionsverband so schnell wie möglich angelegt wird.
Diese Therapie wird zunächst in zwei verschiedenen Wirkungen unterschieden.
Anwendung in der Praxis
| Schmerzlinderung bei akuten Zerrungen | Eisbeutel, Kältepackung, Kältespray |
| Schmerzlinderung bei akuten Prellungen | Eisbeutel, Kältepackung, Kältespray |
| Entzündungshemmend bei Gelenkerkrankungen | Eisbeutel, Kältepackung, Kaltmoorpackung, kalte Wickel, Kaltgas, Kaltluft |
| Lockerung des schmerzhaften Muskelhartspanns | Eisbeutel, Kältepackung, Kaltmoor, Kaltgas, Kaltluft |