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Koordination
Um neue Techniken schnell und präzise zu erlernen, müssen
koordinative Fähigkeiten vorhanden sein. Diese Fähigkeiten
entwickeln sich zwischen dem sechsten und dem dreizehnten Lebensjahr.
Allerdings müssen diese Fähigkeiten auch im späteren
Alter immer wieder trainiert werden. Eine im Kindesalter antrainierte,
hohe koordinative Leistungsfähigkeit geht im Entwicklungsverlauf
nicht verloren und ist ein Vorsprung für die sportlichen
Aktivitäten.
Früher haben die Kinder Straßenfußball gespielt
und diese wichtigen Fähigkeiten während ihrer Freizeit
unbewusst und optimal antrainiert. Deshalb wurden diese Trainingsmethoden
stark vernachlässigt. Heute haben Kinder andere Interessen
und spielen, wenn überhaupt, nur sehr wenig Straßenfußball.
Die Werbebranchen haben Kinder und Jugendliche als potenzielle
Kunden entdeckt. Computerkonsolen und die dazugehörigen Spiele
beherrschen die Freizeit der Kinder. Somit hat die Bedeutung der
koordinativen Fähigkeiten drastisch zugenommen und ist heute
aus den Trainingseinheiten gar nicht mehr wegzudenken.
Die
folgende Tabelle soll einen Überblick über die wichtigsten
Anforderungen geben.
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Koordinative
Fähigkeiten
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Entwicklung
im Kinder- und Jugendbereich
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Anforderungen
im Fußball
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Gleichgewicht
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Rasche Entwicklung im Kindesalter. Später geringer
Leistungszuwachs.
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Körper im Gleichgewicht zu halten, oder bei Bedarf
Gleichgewicht wiederherzustellen. Bei Zweikämpfen und
Kopfballduelle.
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Reaktion
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Zunächst rasche Entwicklung mit folgender Stagnation.
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Rasche Einleitung und Ausführung von Aktionen auf
ein Signal. Laufduelle oder Nahschüsse.
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Rhythmus
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Zunächst rasche Entwicklung mit anschließender
Reduzierung.
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Einen vorgegebenen Rhythmus erfassen und umsetzen. Timing.
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Orientierung
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Gleichmäßige Entwicklung im Kindesalter. Auf
altersgerechte Spielfelder achten.
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Sich räumlich und zeitlich auf Aktionen einzustellen.
Spielsituationen erkennen und reagieren.
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Differenzierung
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Rasche Entwicklung im Kindesalter. Später ist eine
Stagnation möglich.
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Sichere Ballkontrolle, Dribbling und Ballgefühl.
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Möglichkeiten
und Übungen für Kinder und Jugendliche:
Übung 1:
Zwei Spieler stehen sich gegenüber. Während ein Spieler
den Ball flach zum anderen spielt, wirft der andere seinem Gegenüber
den Ball zu. Die fehlerfrei durchgeführten Aktionen können
gezählt werden.
Übung 2:
Zwei Spieler stehen sich mit 3 Meter Abstand gegenüber.
Beide Spieler haben einen Ball und spielen sich die Bälle
gleichzeitig zu.
Übung 3:
Zwei Spieler stehen sich gegenüber und nur ein Spieler hat
2 Bälle. Er wirf die Bälle nacheinander seinem Gegenüber
zu. Der andere Spieler soll die Bälle auffangen. Die erfolgreichen
Aktionen können gezählt werden.
Übung 4:
Innerhalb eines markierten Bereichs prellen alle Spieler den
Ball. Ein Spieler oder auch der Trainer hat einen Softball in
der Hand und ist ein Phantom. Es versucht die anderen Spieler
mit dem Softball zu treffen. Ist ein Spieler getroffen, darf er
sich nicht mehr bewegen bis alle anderen Spieler ebenfalls getroffen
sind.
Variante: Die getroffenen Spieler
werden ebenfalls Phantome.
Übung 5:
Einen Ball mit der Hand nach vorne rollen. Dem Ball nachlaufen
und ihn mit dem Knie oder dem Gesäß stoppen. Die Übung
kann in beliebigen Varianten durchgeführt werden.
Übung 6:
Den Ball so hoch wie möglich schießen und durch Nachlaufen
wieder auffangen. Die Aktionen können gezählt werden.
Übung 7:
Den Ball durch die gegrätschten Beine nach hinten werfen
und durch schnelle Umdrehung mit den Händen auffangen.
Übung 8:
Zwei Spieler laufen hintereinander. Der hintere Spieler hat einen
Ball und überholt seinen Vordermann. Nach dem Überholvorgang
stoppt er den Ball und läuft langsam weiter. Der andere Spieler
nimmt den Ball und überholt seinen Vordermann.
Übung 9:
Zwei Spieler laufen hintereinander und führen einen Ball.
Der hintere Spieler muss alle Bewegungen durchführen, die
sein Vordermann macht.
Übung 10:
Bis auf zwei Spieler führen alle anderen einen Ball. Die
Spieler ohne Ball versuchen sich bei anderen Spielern einen Ball
zu erobern.
Übung 11:
Zwei Spieler rollen sich gegenseitig Bälle zu und halten
die Bälle mit verschiedenen Körperteilen an. Zweimal
die gleiche Aktionen hintereinander ist nicht erlaubt.
Bei Jugendarbeit ist es besonders wichtig, darauf zu achten,
dass die Trainingseinheiten Spaß machen. Ein altersgerechtes
Training ist sehr wichtig. Die oben aufgeführten Übungen
können durch den Trainer kreativ geändert und vielfältig
eingesetzt werden. Trainingseinheiten die monoton und einseitig
sind, sollten unbedingt vermieden werden.
Übung
1: Reißverschluss
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Reißverschluss
Mit dem Reißverschlussverfahren
kann man sowohl ein abwechslungsreiches als auch
ein gezieltes Aufwärmen erreichen. Die Möglichkeiten
im Bereich der Laufkoordination können mit dem Ball
verbunden und ergänzt werden. Handlungen mit oder
ohne Ball sowie das Lauftempo werden auf die Mitspieler
ausgerichtet.
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Übung
2: Läufe im Quadrat
Läufe
im Quadrat
Die
ersten beiden Spieler der Gruppen A und C starten zeitgleich
in Richtung Zentrum. Sobald die Spieler die Mitte erreicht
haben, starten die ersten Spieler der anderen beiden
Gruppen (B und D). Alle Spieler laufen zur gegenüberliegenden
Gruppen und stellen sich an die Reihe.
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Übung
3: Slalom
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Slalom
An
den Stangen sind nicht nur Slalomläufe, sondern auch verschiedene
Steppübungen möglich.
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Übung
4: Kopfballtraining
Kopfballtraining
Spieler A steht mit einem
Ball in der Hand im Tor. Zwei weitere Spieler stehen
vor den zuvor aufgestellten Reifen und Stangen. Spieler
B startet und tätigt die Übungen an den einzelnen Stationen.
Kurz vor dem Tor bekommt er den Ball von Spieler A zugeworfen.
Er köpft den Ball in das Tor und stellt sich anschließend
selber ins Tor.
Spieler A sprintet zur Startposition.
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Übung
5: Reifen und Stangen
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Reifen
und Stangen
Zunächst werden die Reifen
mit Sprüngen und anschließend die Stangen in hohem Tempo
überquert.
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Übung
6: Zickzacksprint
Zickzacksprint
Die
Stangen werden mit Zickzacksprint überquert. Die
Reifen können sowohl mit beiden Beinen, als auch
auf einem Bein übersprungen werden.
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