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Der Jugendtrainer
Beziehung
Die Beziehung zwischen dem Jugendtrainer und seinen Spielern
wird von vielen Trainern häufig unterschätzt. Die Person
des Trainers hat für die Spieler immer eine Art Vorbildfunktion.
Daher sind neben dem Fachwissen auch gute soziale Kompetenzen
im pädagogischen Bereich unumgänglich. Der Trainer sollte
seine Spieler loben, trösten, ermutigen können. Außerdem
sollte er auch außerhalb des Spielfeldes ein Ansprechpartner
sein. Denn von einer gesunden Beziehung kann nur die Rede sein,
wenn das Vertrauensverhältnis steht.
Kritik
Ohne Kritik wäre wohl alles perfekt. Kritik ist auch im
Jugendfußball unverzichtbar. Hier kommen die pädagogischen
Kenntnisse eines Trainers zur Geltung. Ein Spieler sollte niemals
vor versammelter Mannschaft oder vor den Zuschauern lautstark
kritisiert werden. Kritik in sachlicher und konstruktiver Form
ist wesentlich erfolgsversprechender als die bebende Stimme des
Trainers, der seine Gefühle nicht kontrollieren kann.
Training
Kinder und Jugendliche wollen und brauchen Abwechselung. Deshalb
ist es sehr wichtig, dass die Trainings- und Übungseinheiten
vielseitig durchgeführt werden. Darüber hinaus sollte
der Trainer in der Lage sein, seinen Spielern das zu demonstrieren,
was er auch von seinen Spielern verlangt. Durch verschiedene Demonstrationen
werden die Spieler motiviert.
Disziplin
Nach dem Motto "Wie weit darf ich bei dem gehen", versuchen
die Spieler immer, die Grenzen eines Trainers zu erforschen. Deshalb
ist es sehr wichtig, Regeln aufzusetzen. Viele Vereine führen
bereits Strafkataloge, an die sich die Spieler zu halten haben.
Wenn es notwendig ist, einen Strafkatalog zu erstellen, ist die
beste Gelegenheit dazu ein Elternabend. Hier können auch
sofort offene Fragen geklärt werden und den Spielern wird
bewusst, dass die Eltern informiert sind. Die Strafen sollten
allerdings angemessen und altersgerecht sein. Je jünger die
Spieler, desto milder sollten die Strafen ausfallen. Ein Spieler
der gewalttätig ist, darf keineswegs toleriert werden. Das
gleiche gilt auch für einen Spieler, der fremdes Eigentum
entwendet. Der Trainer darf ein solches Verhalten keineswegs dulden
bzw. den Spieler in Schutz nehmen. Es gibt selbstverständlich
auch Trainer, die ohne einen Strafkatalog auskommen. Das wäre
natürlich die ideale Lösung. Aber solche Verfahren werden
von sehr wenigen Trainer durchgesetzt. Dabei muss der Trainer
eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl besitzen und
nicht zuletzt bei seinen Spielern beliebt sein. Die Spieler sollten
folgende Regeln als Selbstverständlichkeit akzeptieren und
realisieren:
- Übernahme von Verantwortung.
- Entscheidungen des Trainers akzeptieren.
- Entscheidungen des Schiedsrichters akzeptieren.
- Sofortiges Entschuldigen nach einem Foulspiel.
- Einordnung in die Gruppe.
- Fairer Umgang mit allen Spielern der eigenen oder fremden
Mannschaft.
Konflikte
Konflikte in einer Mannschaft sind nicht vermeidbar und eine
Konfliktunterdrückung wird die Situation verschlimmern. Unter
Einbeziehung der beteiligten Personen sollten die Konflikte in
Ich-Botschaften besprochen werden. Ein aktives Zuhören des
Trainer ist sehr wichtig. Auf diesem Wege werden die Konflikte
zunächst definiert. Dann erst können Lösungen vorgeschlagen
werden und ggf. sollten diese in schriftlicher Form festgehalten
werden. Die potenziellen Lösungsmöglichkeiten sollten
anschließend ausgewertet werden und eine Entscheidung sollte
herbeigeführt werden. Der Trainer sollte unparteiisch mitwirken,
da seine Entscheidung sehr wichtig ist. Die Konfliktrealisierung
und die nachfolgende Beurteilung sollte ebenfalls mit Sorgfalt
verfolgt werden. Nach einer gewissen Zeit sollte ein erneutes
Gespräch mit den Beteiligten erfolgen, damit die Spieler
auch erkennen, dass sie ernst genommen werden.
Zehn Gebote für jeden Trainer
- Sorge für Disziplin.
- Unterschätze dich nicht.
- Strahle Teamgeist aus.
- Mit harter Arbeit kannst Du viel erreichen.
- Suche nie die Schuld bei anderen.
- Setze Prioritäten und konzentriere dich darauf.
- Verfolge nur realistische Ziele.
- Umgebe dich mit loyalen Menschen.
- Akzeptiere, dass Rückschläge vorübergehen.
- Habe Mut, zu träumen.
Schmunzel-Ecke
- Aus einem traurigen Arsch kommt kein fröhlicher Furz.
(Dettmar Cramer)
- Fußball ist barfuss möglich, aber nicht ohne Ball.
(Karl-Heinz Rummenigge)
- Der Ball muss gut behandelt werden, sonst behandelt er dich
schlecht. (Paulo Sergio)
- Entscheidend ist der Antritt, und zwar im richtigen Moment.
(Alexander Zickler)
- Was am Ende rauskommt, ist entscheidend. (Uli Stein)
- Leistung ist noch nicht Erfolg. Erfolg ist Leistung plus Anerkennung.
(Rudi Gutendorf)
- Fußball gut, alles gut. (Anthony Yeboah)
- Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings
alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. (Jean-Paul
Sartre)
- Glück und Pech liegen eng nebeneinander. Im Sport ist
das der Unterschied zwischen Latte und Tor. (Karl-Heinz Rummenigge)
- Hass gehört nicht ins Stadion. Die Leute sollen ihre
Emotionen zu Hause in den Wohnzimmern mit ihren Frauen ausleben.
(Hans-Hubert Vogts)
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